Geothermie-Bohrung mit ernüchterndem Ergebnis

Mark Lubkowitz
Mark Lubkowitz

Die erste der beiden Bohrungen ist abgeschlossen. Die Tests offenbarten jedoch eine Wassertemperatur von nur 67 Grad Celsius. Das ist zu gering für die Wärmegewinnung. Die zweite Bohrung wird daher umgeplant, um als Heißwasserquelle zu dienen.

Zwei Bohrungen werden für die Geothermie benötigt. Eine Bohrung dient als Quelle für erhitztes Wasser. Die andere Bohrung führt das abgekühlte Wasser wieder in die Tiefe. Wegen der geringen Wassertemperatur wird “Thermal 1″ nun für die Wasserrückführung genutzt, war aber ursprünglich als Quelle vorgesehen. Der Tausch ist möglich, weil die beiden Bohrungen nur acht Meter voneinander entfernt sind. So lässt sich der Wasserverlauf problemlos umplanen.

Trotz dieses Rückschlags gibt man sich optimistisch. “Von der zeitlichen Reihenfolge einmal abgesehen, haben wir die Hälfte des Projekts erfolgreich absolviert: Wir verfügen über eine ausgezeichnet geeignete Rückführbohrung”, wurde der Geschäftsführer Andreas Hobmeier zitiert.

Am 9. Juli startet die Bohrung für “Thermal 2″. Die Zuversicht ist groß, diesen zweiten Elfmeter zu verwandeln. Um die Chancen aber zu maximieren, wurde die Bohrführung für “Thermal 2″ von Nordwesten nach Südwesten umgeplant. Dort sei ausreichend heißes Wasser zu erwarten, damit die zweite Bohrung tatsächlich als Heißwasserquelle einspringen kann. Exakt vorhersagen lässt sich die Temperatur aber nicht. Ob und in welchem Maße die Erwartungen erfüllt werden, wird sich daher erst im Oktober nach Fertigstellung der Bohrung und der Pumptests zeigen.

Trotz der Planänderungen wird das Budget wohl nicht überschritten. Die erste Bohrung konnte früher als geplant fertiggestellt werden und hat somit zu deutlichen Kosteneinsparungen geführt.

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