Panini-Tauschbörse in Ismaning

Anja Roller
Anja Roller

Die kurzfristig angesetzte Panini-Tauschbörse am Pausenhof der Grundschule am Kirchplatz versammelte gestern rund 20 Jungs und Mädels. Eifrig wurden Konterfeis bewertet, Klebebildchen getauscht und Alben komplettiert.

Anja Roller besuchte mit ihrem Sohn einige Tage zuvor eine ähnliche Veranstaltung in Kirchheim und war begeistert. Kurzfristig standen Ort und Zeitpunkt für eine Panini-Tauschbörse in Ismaning fest. Obwohl mit nur vier Tagen Vorlauf geplant, traf sich eine ordentliche Schar Fußballfans, um ihre noch fehlenden Spielerbilder zu ergattern.

Der Tausch gestaltet sich aber durchaus schwierig. Denn nur selten werden die Bildchen eins zu eins getauscht. Der Wert eines Stickers hängt unter anderem davon ab, wie oft er doppelt in den Stapeln ist, wie beliebt der Spieler ist, vom Zustand, wie dringend er zur Komplettierung gebraucht wird und schluss­end­lich auch vom Verhandlungsgeschick der Sammler.

Tauschbörsen und ein Gerücht

Seinen Ursprung fand die Sammelei 1961 in Italien, als die Brüder Panini das erste Sammelalbum mit den Spielerfotos italienischer Fußballmannschaften herausbrachten. Lange Zeit war Fußball das Hauptthema der Sammelserien. Mittlerweile gibt es aber auch Alben zu Comicfiguren, Harry Potter, der Bibel und sogar Deutschland.

Das Internet hat den Tauschhandel der Klebebilder zudem deutlich erleichtert. Webseiten wie Sammeln.at, Stickermanager.com und natürlich auch Panini Online bringen hunderte Gleichgesinnte zusammen. Viele sammeln nicht nur eine Sticker-Serie, sondern mehrere gleichzeitig.

Aber solange wie es die Alben schon gibt, hält sich auch hartnäckig das Gerücht, dass manche Sticker häufiger gedruckt würden, als andere. So scheint bei der EURO2012-Serie das Bild von Phillip Lahm etwa doppelt so oft in den Tütchen zu stecken, wie das von Manuel Neuer. Zumindest, wenn man den Statistiken in Foren und Börsen glaubt. Das würde den Wert bestimmter Bildchen selbstverständlich steigern. Aber stets dementiert Panini die künstliche Verknappung einzelner Klebebilder.